1. Teil
In diesem wird die Geschichte des Dorfes Würda und seiner ungewöhnlichen Einwohner während der frühen DDR-Jahre erzählt.
In Würda ist die ideologische Richtungsweisung nicht anders als anderswo auch, doch gerät ihre Befolgung hier zur Parodie. Allen voran ist es der Ortsparteisekretär der SED, der gegen alle Vernunft, jedoch im Glauben, das Richtige zu tun, sein Unwesen treibt. Der Trott des dörflichen Alltags erfährt plötzlich Belebung, als bekannt wird, dass Würda wie auch das östlich gelegene Nachbardorf Weckelnheim zu Vorzeigedörfern des kommunistischen Gemeinschaftssinns werden sollen. Diese Auszeichnung scheint verdient, denn die Bürger zeigen Verhaltensweisen, wie sie landesweit noch nicht üblich sind. Fortan muss jeder nur noch nett, freundlich und hilfsbereit sein. Schließlich ist es den Einwohnern – auf Geheiß Walter Ulbrichts – nicht mehr erlaubt, zu arbeiten. Der Höhepunkt ist erreicht, als das Geld abgeschafft wird. Schlussendlich scheitert der Versuch, aus Würda und Weckelnheim glückliche Dörfer zu machen. Die Bewohner müssen in den tristen sozialistischen Alltag zurückkehren.
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588 Seiten - 23,30 €